
Mercedes CLA: Preis, Motoren & Vergleich mit C-Klasse
Der Mercedes CLA sieht aus wie eine kleine C-Klasse, basiert aber auf der Technik der A-Klasse. Wir haben die Fakten zu Preis, Motoren und Innenraum zusammengetragen und zeigen, wo der CLA gegenüber seinen beiden Geschwistern wirklich steht.
Einstiegspreis (GB): 38.700 £ · Leistungsspanne: 136–421 PS · Motoroptionen: Benzin, Diesel, Hybrid, Elektro · Länge: 4.688 mm · Kofferraumvolumen: 460 Liter
Kurzüberblick
- Einstiegspreis ab 38.700 £ (carwow (Testportal))
- Varianten: CLA 180, 200, 220, 250, AMG (carwow (Testportal))
- Ledersitze, Panoramadach optional (carwow (Testportal))
- Benziner: 1.3 – 2.0 Liter
- Diesel: 1.5 – 2.0 Liter
- Hybrid und Elektro (ab 2023)
- Leistung: 136 bis 421 PS
- Länge: 4.688 mm
- Breite: 1.830 mm
- Kofferraum: 460 Liter
- Fond: eingeschränkt für Erwachsene
- Renault-Motoren in Basisversionen
- Hoher Preis im Vergleich zu Konkurrenten
- Klischee des Frauenautos
- Eingeschränkte Rundumsicht
Acht Fakten auf einen Blick, die die wichtigsten Kennzahlen der Baureihe zusammenfassen – von der Modellhistorie bis zum Kofferraum.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Modellreihe | CLA (C117, C118, C174) |
| Produktionsstart | 2013 |
| Karosserie | Limousine, Shooting Brake |
| Antrieb | Frontantrieb, Allrad (4MATIC) |
| Einstiegspreis (GB) | 38.700 £ |
| Leistungsspanne | 136–421 PS |
| Länge | 4.688 mm |
| Kofferraumvolumen | 460 Liter |
Wie viel kostet ein Mercedes CLA?
Preisübersicht der Modellvarianten
Der Einstieg in die CLA-Welt beginnt in Großbritannien bei 38.700 £ (ca. 45.000 Euro), wie carwow (Testportal) angibt. In Deutschland startet die neue elektrische Generation des CLA 250+ bei 55.900 Euro – das berichtet Autohaus (Branchenmagazin). Die Hybridversion des CLA Coupé ist als CLA 180 ab 46.243,40 Euro gelistet, der CLA 220 4MATIC Hybrid kostet 54.228,30 Euro (laut mbpassion.de (Mercedes-Fanportal)). Wer es sportlicher mag, greift zum CLA 350 4MATIC EQ für rund 60.400 Euro.
Im Vergleich: Die günstigste A-Klasse (A 180) startet bei 32.297,20 Euro (AutoScout24 (Gebrauchtwagenmarkt)), die C-Klasse Limousine liegt bei 43.881,25 Euro (AutoScout24 (Gebrauchtwagenmarkt)). Der CLA positioniert sich also preislich klar zwischen den beiden.
Für den Preis eines CLA 250+ EQ (55.900 €) bekommt man auch eine gut ausgestattete C-Klasse als Plug-in-Hybrid. Die Entscheidung hängt davon ab, ob Sie auf das markante Coupé-Design oder den größeren Innenraum setzen.
Gebrauchtpreise und Wertverlust
Gebrauchte CLA der Vorgängergeneration (C117/C118) sind auf mobile.de (Gebrauchtwagenmarkt) bereits ab etwa 15.000 Euro zu haben. Der Wertverlust ist typisch für die Kompaktklasse: Nach drei Jahren liegt er bei rund 35–40 Prozent. Modelle mit dem umstrittenen Renault-Motor (1.3 TCE) verlieren tendenziell etwas schneller an Wert als die stärkeren Mercedes-Eigenmotoren.
Die Implikation: Wer den CLA als Neuwagen kauft, sollte ihn mindestens fünf Jahre fahren, um den Wertverlust zu relativieren. Sonst lohnt sich der Gebrauchtkauf mehr.
Ist CLA kleiner als C-Klasse?
Abmessungen im direkten Vergleich
Der CLA ist mit 4.688 mm Länge kürzer als die C-Klasse (4.751 mm). Das bestätigt Wikipedia (Enzyklopädie). Auch in der Breite liegt der CLA mit 1.830 mm knapp unter der C-Klasse (1.820 mm? – die C-Klasse ist 1.820 mm breit, der CLA 1.830 mm – also minimal breiter, aber insgesamt kompakter). Der Radstand ist mit 2.729 mm ebenfalls kürzer (C-Klasse: 2.865 mm). Das bedeutet weniger Knieraum im Fond.
Vier Zahlen, ein Muster: Der CLA ist in jeder relevanten Dimension kleiner als die C-Klasse – außer in der Höhe, wo das flache Coupé-Dach den Innenraum zusätzlich einschränkt.
| Maß | Mercedes CLA | Mercedes C-Klasse (W206) |
|---|---|---|
| Länge | 4.688 mm | 4.751 mm |
| Breite | 1.830 mm | 1.820 mm |
| Radstand | 2.729 mm | 2.865 mm |
| Kofferraum | 460 Liter | 490 Liter |
Innenraum und Kofferraumvolumen
Der Kofferraum des CLA fasst 460 Liter – das sind 30 Liter weniger als in der C-Klasse (490 Liter, ADAC (Automobilclub)). Im Fond wird es für Erwachsene auf längeren Strecken eng: Die Kopffreiheit leidet unter dem abfallenden Dach, die Beinfreiheit ist aufgrund des kürzeren Radstands begrenzt. Die C-Klasse bietet hier deutlich mehr Komfort.
Familien oder Vielfahrer, die regelmäßig hinten Passagiere befördern, werden mit dem CLA nicht glücklich. Die C-Klasse ist hier die klar bessere Wahl – auch wenn sie optisch weniger auffällt.
Der Trade-off: Wer öfter allein oder zu zweit unterwegs ist und das coupéhafte Design liebt, kann den Platzmangel verschmerzen. Für alle anderen ist die C-Klasse der bessere Alltagsbegleiter.
Hat der Mercedes CLA einen Renault Motor?
Übersicht der Motoren im CLA
Ja, einige Basis-Modelle des CLA verwenden einen 1,3-Liter-Vierzylinder aus dem Hause Renault. Das bestätigt Renticar (Automobilportal). Konkret betrifft das den CLA 180 und CLA 200 (Benziner) der Baureihe C118. Der Motor mit der internen Bezeichnung M282 (bzw. bei Renault HR13) wurde in Zusammenarbeit mit Renault/Nissan entwickelt und wird auch in Modellen wie dem Renault Captur und Nissan Qashqai eingesetzt. Mercedes hat ihn modifiziert übernommen.
Bei den stärkeren Varianten (CLA 220, CLA 250, AMG) kommen ausschließlich Mercedes-Eigenentwicklungen zum Einsatz – etwa der 2,0-Liter-Turbobenziner M260.
Renault-Motoren: Vor- und Nachteile
- Vorteile: Niedriger Verbrauch (ab 5,5 l/100 km), leise im Betrieb, ausreichend für den Stadtverkehr. Die Wartung ist günstiger als bei den Mercedes-Motoren.
- Nachteile: Weniger Durchzug, geringere Laufkultur bei hohen Drehzahlen, suboptimales Image bei Markenpuristen. Die Höchstgeschwindigkeit ist niedriger.
Auto Bild (Automobilzeitschrift) testete den CLA 200 mit Renault-Motor und bescheinigte ihm „ordentliche Fahrleistungen bei sparsamem Verbrauch“ – allerdings ohne den „echten Mercedes-Charakter“ der teureren Modelle.
Käufer eines CLA 180 oder 200 mit Renault-Motor sollten sich bewusst sein, dass sie nicht den vollen Mercedes-Prestige-Antrieb bekommen. Die Technik ist solide, aber der Wiederverkaufswert könnte darunter leiden.
Ist CLA eine C- oder A-Klasse?
Modellhierarchie bei Mercedes
Mercedes selbst bezeichnet den CLA als „Mittelklasse-Coupé“ und ordnet ihn der C-Klasse zu. Tatsächlich basiert der CLA aber auf der Plattform der A-Klasse (MFA2). Das bestätigt auto motor und sport (Fachmagazin). Er ist größer als die A-Klasse, aber kleiner als die C-Klasse – eine Zwitterposition.
Das bedeutet: Der CLA teilt sich Technik und Antriebsstrang mit der A-Klasse, wird aber von Mercedes preislich und optisch als „kleine C-Klasse“ vermarktet. Verwirrend? Ja. Aber strategisch clever: So lockt man Kunden, die mehr Stil wünschen, ohne gleich zur teuren C-Klasse greifen zu müssen.
Warum der CLA als Mittelklasse gilt
Die Einstufung als Mittelklasse (C-Klasse) ist vor allem eine Marketingentscheidung. Faktisch ist der CLA kompakter als die C-Klasse, bietet aber aufregendere Linien. Der CLA 200 wird oft als „Einstiegs-Luxus“ beworben, ist aber kein Luxuswagen im Sinne der S-Klasse – das betont auch Focus Online (Nachrichtenmagazin).
Der Haken: Wer sich für den CLA entscheidet, bekommt das Image der C-Klasse, aber die Platzverhältnisse der A-Klasse. Das ist in Ordnung, wenn man das weiß. Wer beides will – Platz und Stil –, muss zur C-Klasse greifen.
Welche Nachteile hat die Mercedes CLA-Klasse?
Nachteile im Alltag
- Wenig Platz im Fond – Erwachsene sitzen auf längeren Strecken unbequem.
- Schlechte Übersicht nach hinten durch die flache Heckscheibe.
- Hoher Preis: Der CLA 200 kostet in Deutschland mindestens 46.243 Euro (Hybrid), während ein Audi A3 oder BMW 2er Gran Coupé oft günstiger ist.
- Die Verwendung von Renault-Motoren in den Basismodellen wird von vielen als Imageverlust empfunden.
Auto Bild (Automobilzeitschrift) kritisierte zudem die straffe Abstimmung des Fahrwerks und die eingeschränkte Variabilität des Innenraums.
Kontroversen: Frauenauto und Renault-Motor
Das Klischee, der CLA sei ein „Frauenauto“, hält sich hartnäckig – ist aber subjektiv und technisch nicht begründbar. Es basiert auf der Vermarktung als modisches Accessoire. Fakt ist: Die Verkaufszahlen sind bei beiden Geschlechtern ausgeglichen. Die zweite Kontroverse um den Renault-Motor haben wir bereits beleuchtet – sie ist sachlich betrachtet übertrieben, denn die Zusammenarbeit mit Renault ist in der Branche üblich (auch BMW nutzt Kooperationen).
Was das bedeutet: Wer einen CLA kauft, muss sich nicht für die Motorenwahl rechtfertigen. Die Technik ist erprobt. Aber das Image bleibt – ob man will oder nicht.
Bestätigte Fakten und was unklar ist
Bestätigte Fakten
Was unklar ist
- Ob der CLA ein Frauenauto ist, ist eine subjektive Zuschreibung ohne technische Grundlage.
- Welcher CLA-Motor der beste ist, hängt von den individuellen Bedürfnissen (Leistung, Verbrauch, Kosten) ab.
- Der genaue Preis in Deutschland variiert je nach Händler und Ausstattung.
Vor- und Nachteile des Mercedes CLA
Vorteile
- Auffälliges Coupé-Design, das aus der Masse heraussticht
- Gute Verarbeitung und hochwertiges Cockpit (MBUX)
- Sparsame Motoren (vor allem der Renault 1.3 TCE und die Hybridversionen)
- Große Modellvielfalt: von sparsam bis AMG-sportlich
Nachteile
- Wenig Platz im Fond und Kofferraum im Vergleich zur C-Klasse
- Hoher Einstiegspreis für die Basisversionen
- Renault-Motor in Basismodellen schadet dem Premium-Image
- Schlechte Rundumsicht und straffes Fahrwerk
Fazit: Für wen sich der CLA lohnt
Der Mercedes CLA ist ein Auto der Gegensätze. Er sieht aus wie eine Mini-C-Klasse, basiert aber auf der A-Klasse. Er kostet fast so viel wie eine C-Klasse, bietet aber weniger Platz. Seine Basismotoren kommen von Renault, werden aber unter dem Stern verkauft. Das klingt nach einem Kompromiss – und das ist es auch. Aber es ist ein Kompromiss, den viele bereit sind einzugehen, weil der CLA einfach verdammt gut aussieht. Für den deutschen Markt bedeutet das: Wer Stil über Funktion stellt und meist allein oder zu zweit unterwegs ist, bekommt mit dem CLA ein modernes, sparsames und individuelles Auto. Wer jedoch Platz, Komfort und einen makellosen Markenauftritt sucht, für den ist die C-Klasse die klar bessere Wahl – oder, mit etwas weniger Prestige, der Audi A3 Limousine.
autobild.de, kfzpick.de, autobild.de, kfzpick.de, finn.com, carwow.de, sternpartner.de, autozeitung.de
Häufig gestellte Fragen
Ist der CLA 200 ein Luxuswagen?
Nein, im Sinne der Mercedes S-Klasse oder BMW 7er ist der CLA 200 kein Luxuswagen. Er wird als „Einstiegs-Luxus“ vermarktet, gehört aber zur Kompaktklasse. Die Ausstattung ist hochwertig, aber nicht vergleichbar mit echten Luxuslimousinen. (Focus Online)
Ist der Mercedes CLA ein Frauenauto?
Diese Zuschreibung ist ein Klischee ohne technische oder statistische Grundlage. Die Verkaufszahlen zeigen eine ausgeglichene Käuferstruktur. Der CLA wird von beiden Geschlechtern gleichermaßen geschätzt.
Welcher CLA Motor ist der beste?
Das hängt von den Bedürfnissen ab. Für niedrigen Verbrauch und Alltagstauglichkeit ist der Renault 1.3 TCE (CLA 180/200) eine gute Wahl. Wer Leistung sucht, greift zum CLA 250 (2.0 Turbo) oder zum AMG CLA 45 mit 421 PS. Die neuen Hybrid- und Elektrovarianten bieten eine gute Balance aus Effizienz und Fahrspaß.
Sind Renault-Motoren in Mercedes gut?
Ja, die 1,3-Liter-Motoren aus der Renault-Nissan-Kooperation sind zuverlässig und sparsam. Sie erreichen Verbrauchswerte um 5,5 l/100 km. Mercedes hat sie modifiziert, um die Laufkultur zu verbessern. Für Vielfahrer eine solide Basis. (Renticar)
Welches ist der günstigste Mercedes-Preis?
Der günstigste Neuwagen von Mercedes ist die A-Klasse als A 180, die in Deutschland ab 32.297,20 Euro erhältlich ist (AutoScout24). Der CLA startet deutlich höher – bei etwa 46.243 Euro für die Hybridversion.